Aufgebrezelt

Obgleich ich eher weniger an Heimweh leide – so weit weg von zuhause bekomme ich schon ab und an Lust auf das ein oder andere Nahrungsmittel, das es hier nicht gibt. Neben Schokolade, Apfelkuchen und Vollkornbrot überfiel mich letztens der drängende Wunsch nach einer Brezel. Und was macht man, wenn man etwas nicht in den Läden finden kann? Richtig! Man macht es selbst.

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Ich hab also ein bisschen im Internet gesucht und bin – Gott sei Dank – auf ein relativ einfaches Rezept für Laugenkastanien gestoßen. Die Zubereitung habe ich ein bisschen abgewandelt, weil ich eben über keinen Backautomaten verfüge. Für den Teig braucht man:

  • 300ml Wasser
  • 1/2kg Mehl (oder so viel, bis der Teig nicht mehr klebt, ich glaube ich habe mehr verwendet)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (etwa 7-10g, je nach Hersteller)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 20g Zucker

Zuerst habe ich das Wasser erwärmt und die Trockenhefe eingerührt und für etwa drei Minuten auf Badewannenwassertemperatur erwärmt. Das Ganze habe ich dann fünf Minuten ruhen lassen, um danach das Mehl, das Salz und den Zucker einzurühren und alles zusammen lange und ausgiebig zu kneten, bis mir die Kraft ausging. Diesen Teig habe ich wieder in den Topf gegeben und abgedeckt stehen lassen. Laut Originalrezept ist es mit einer Stunde getan, aber da sich mein Teig absolut nicht vergrößert hat, habe ich ihn länger in Ruhe gelassen…auch, wenn es nicht viel geholfen hat. Da hat wohl irgendwas nicht geklappt, aber ich wünsche euch mehr Erfolg!

Wenn euer Teig sich also sichtbar (oder auch nur ein kleines bisschen, so wie meiner) vergrößert hat, dann könnt ihr ihn nochmals kurz durchkneten und in kleine Stücke teilen. Ich habe ihn zuerst in mehrere große Stücke geschnitten, die ich zu Rollen geformt habe, wie beim Vanillekipferl backen. Von diesen Rollen habe ich dann immer ein kleines Stückchen Teig genommen und zu kleinen Kugeln/Rechtecken/Wasauchimmerichgeradeschönfand geformt. Währenddessen habe ich auf dem Herd einen kleinen Topf mit

  • 1/2 Liter Wasser und
  • 25g Haushaltsnatron

aufgesetzt und die Mischung aufkochen lassen. Jedes Stück Teig habe ich dort für ein paar Sekunden eintauchen lassen und mit zwei Löffeln wieder hinausgefischt und auf ein geöltes Backblech gelegt. Meine Mitbewohnerin war so freundlich mir zu helfen und

  • grobes Salz

draufzustreuen, darf ja nicht fehlen. Das Ganze kam dann in den Backofen, bei mittlerer Gasflamme. Hust. Elektroherde haben es nicht bis nach Argentinien geschafft und ich vermisse schmerzlich das Backen mit Umluft, aber was soll’s.

Das Ergebnis waren Laugenkastanien, die wirklich nach Laugengebäck schmecken, fast wie zu Hause beim Bäcker, also ideal geeignet für alle Leute im Ausland mit Gelüsten nach heimischem Essen. Das nächste Mal kommt die Hefe bei mir ins Wasserbad, vielleicht war es ihr einfach zu kalt bei uns in der heizungsfreien Wohnung. Solltet ihr das Rezept mal ausprobieren, könnt ihr ja mal berichten, wie es geworden ist und ob ihr ähnliche Probleme mit der Hefe gehabt habt!

 

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2 Antworten zu Aufgebrezelt

  1. backenundkochenmitcarla schreibt:

    Wow! Das sieht wirklich unglaublich lecker aus! 🙂 wirklich toll 🙂
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du bei mir vorbei schaust! 🙂
    Liebe Grüße Carla! 🙂

    Gefällt mir

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