Día de la Tierra 23.04.2016

In den letzten Wochen in der Fundación war sie der einzige Gegenstand unserer Arbeit sowie aller Gespräche und Diskussionen und endlich, endlich hat sie stattgefunden: Die „Jornada Día de la Tierra 2016“ (zu deutsch etwa: Veranstaltung zum Tag der Erde)

Am Freitag haben wir die letzten Vorbereitungen getroffen, Leute angerufen, mit einem Vertreter der Gemeinde den Park besichtigt und die Flyer erstellt, die wir am Samstag verteilt haben. Zu unterschiedlichen Themen wie Transport und Ernährung haben wir Informationen und Tipps aufgeschrieben und haben bis um 21 Uhr gedruckt, zugeschnitten und gefaltet. Am Samstag hieß es dann früh aufstehen, da wir um 9 Uhr im Park sein mussten, wo unser Event stattfand. Der erste Schock kam, als ich aus dem Fenster sah: Es regnete. Mist. Was sollten wir nun tun, bei Regen wird wohl kaum jemand eine Freiluftveranstaltung besuchen!

Letztendlich haben wir aber auf die Wettervorhersage vertraut, die uns sogar ein bisschen Sonnenschein am Nachmittag versprach. Trotz nicht aufhören wollendem Regen haben wir also angefangen, die Plätze für die Stände abzustecken, mit kleinen Holzstückchen mangels anderem Material. 42 Stände hatten sich angemeldet, daneben 4 Bands und die Theatergruppe einer Grundschule. Unser Plan war, eine Art Messe zu veranstalten mit anderen Organisationen, Universitäten und Firmen, die sich mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit befassen, um ein Forum für gegenseitigen Austausch und Informationen für die Bürger zu schaffen. Die letzten Wochen haben wir also vor allem mit Einladen verbracht und haben Leuten solange hinterher telefoniert, dass sie uns schließlich beim Namen kannten. An diesem Morgen im Park haben wir sie nochmal angerufen, alle 42 Teilnehmer, um ihnen zu sagen, dass wir die Veranstaltung nicht absagen, sondern mutig dem Wetter trotzen werden, komme was wolle.

Unser Vertrauen hat sich gelohnt, denn um elf ungefähr hat es schließlich aufgehört zu regnen und immer mehr Leute kamen, um ihren Stand aufzubauen, sodass wir schließlich 22 waren. Die restlichen 20…naja, die haben eben eine wunderbare Gelegenheit verpasst.

Die Theatergruppe konnte wie geplant ihr Stück aufführen, richtig schönes Projekt, das sich um die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt dreht und betont, dass auch wir Menschen die Natur brauchen, so wie sie uns. Immer mehr Leute kamen vorbei, blieben stehen und informierten sich, also genau das, was wir erreichen wollten. Ein kleines Desaster gab es dann doch noch, als kurz vor dem ersten Bandauftritt ein heftiger Regenschauer dazu führte, dass die ganze Musikanlage abgebaut wurde.

Alles in allem sind wir also relativ zufrieden, vor allem weil uns auch diverse Teilnehmer gesagt haben, dass ihnen die Teilnahme am Event sehr geholfen hat, sei dies nun in Form von Werbung für ihr Projekt, dem Verkauf von (selbstverständlich ökologischen!) Waren oder schlichtweg hilfreichen Gesprächen mit ähnlich Interessenten Menschen.

Bei uns in der Fundación ist jetzt wieder Ruhe eingekehrt und ich kann mich anderen Projekten widmen. So steht immer noch meine Forschung über Umweltethik. (Das spanische Wort gefällt mir hier übrigens viel besser…Forschung klingt so schrecklich wissenschaftlich, dabei rede ich doch nur über ein bisschen Suchen im Internet, das Lesen von Texten und das Zusammenstellen eines Essays, der meine Ergebnisse präsentiert…irgendwelche Teen für ein anderes Wort, welches ich verwenden könnte?). Außerdem habe ich gerade angefangen, die Internetseite zu übersetzen, fürs erste auf Deutsch. Da sie doch ziemlich viele Informationen enthält werde ich allerdings eine Weile brauchen…und dann schauen, ob ich meine Englisch- und Französischkenntnisse auch noch darauf anwenden kann.

Hier ist es inzwischen kalt geworden, von einem Tag auf den anderen fielen die Temperaturen ins Einstellige und wir sind alle mächtig am Frieren und fragen uns, wie wir denn den Winter hier überleben sollen, wenn wir jetzt schon die dicksten Klamotten anhaben. In meiner Wohnung gibt es übrigens auch keine Heizung (genau genommen hab ich hier noch kein einziges Haus mit Zentralheizung gesehen..) sondern nur einen kleinen Heizlüfter der Größe eines Schuhkartons. Irgendwie habe ich so das Gefühl, ich werde viel Tee, Glühwein oder heiße Schokolade benötigen, um nicht zu erfrieren.

 

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2 Antworten zu Día de la Tierra 23.04.2016

  1. drz55@t-online.de schreibt:

    Das verstehe ich nicht: „7,8 Millionen, also für jeden Erdenbewohner einen“ was meinst du damit?

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    • missmargarite schreibt:

      Da ist mir wohl ein Schreibfehler unterlaufen. Gemeint sind wahrscheinlich Milliarden. Allerdings wirft die Zahl 7,8 (die so auf der earth day-Seite steht!)gerade bei mir Fragen auf, da die Weltbevölkerung auch zum Jahresende die 7,8 Milliarden nicht erreicht haben wird…rätselhaft.

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