Colonia del Sacramento

Trotz Gewitterwarnung haben wir am Wochenende einen kleinen Ausflug gemacht. Mit der Fähre haben wir den Rio de la Plata überquert und sind, nach drei Stunden absolut nicht schaukelnder Überfahrt, in Colonia del Sacramento in Uruguay angekommen. Die Stadt liegt direkt am Fluss, mit Strand und Yachthafen und Wasser bis zum Horizont, sodass man sich fast wie am Meer fühlt.

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 Entgegen aller Vorhersagen hat es kein Gewitter gegeben, es hat noch nicht einmal wirklich geregnet. So konnten wir ein entspanntes Wochenende genießen. Colonia ist ziemlich ruhig, hat eine malerische Altstadt und einen netten Ausblick auf den Fluss.Im Hostel, in dem wir übernachtet haben, sind wir auch nur auf nette Leute getroffen, viele Argentinier auf Wochenendurlaub, genau wie wir, und eine Familie aus Oregon auf Weltreise. Von Europa über Asien und Afrika nach Südamerika…das würde ich auch gerne mal machen!

Eine nette Abwechslung zu La Plata war der Verkehr in Colonia. eine große Überraschung war, dass ausnahmslos alle Autos anhielten, um Fußgänger über die Straße zu lassen – in La Plata ein Ding der Unmöglichkeit. Die ersten paar Mal standen wir auf dem Bürgersteig und haben gewartet, dass das Auto vorbeifährt…und das Auto hat gewartet, dass wir loslaufen, sodass sich erstmal keiner bewegt hat!

Am Sonntag Abend ging es mit der Fähre dann wieder zurück, was länger gedauert hat, als gedacht. Die Fähren sind relativ groß und transportieren viele Menschen auf einmal, sodass extra ein Terminal errichtet wurde, das einem Flughafen ähnelt: Mit Checkin-Schalter, Gepäckabgabe und Passkontrolle. Just als wir ankamen hat sich das Computersystem dort offenbar entschieden, nicht mehr zu arbeiten, sodass die Tickets manuell verteilt werden mussten. Eigentlich kein großes Problem, jedoch waren die Mitarbeiter vor Ort nicht die besten Organisationstalente. Ihr Lösung: Alle Passagiere direkt vor dem Schalter versammeln, die Nachnamen per Megaphon ausrufen und dann die Tickets durch die Menge durchgeben lassen (und nebenbei die unzähligen „Hey! Ich versteh nichts!“ und „Alvarez, wurde Alvarez schon aufgerufen?“ ignorieren). Alles in allem ein Bild für die Götter, das sehr zu unserem Amüsement beigetragen hat, aber leider auch zu einer Verspätung von knapp 1 1/2 Stunden.

Nachts um drei bin ich dann endlich wieder zu Hause angekommen, weshalb ich heute keinesfalls zu den energiegeladensten Menschen gehöre. Im Moment sitze ich gerade auf dem Bett mit einer Kanne schwarzem Tee und warte auf meine Mitbewohnerin, um mit Kochen anzufangen, während draußen der endlose Regenschauer runtergeht, der uns am Wochenende erspart blieb.

 

 

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