Mach’s anders-Montag #17

Tipp der Woche: Merkt euch den 22. April!

Nein, Scherz. Also das mit dem Tipp der Woche, nicht mit dem Merken des Datums, das ist nämlich wichtig. Am 22. April findet jedes Jahr der Internationale Tag der Erde statt, organisiert durch das Earth Day Network.

Seit dem ersten Earth Day am 22.04.1970 hat sich das Netzwerk der Ausweitung der globalen Umweltbewegung verschrieben, um eine gesunde und nachhaltige Umwelt für zukünftige Generationen zu schaffen. Mit über 50.000 Partnern in 196 Ländern ist das Network damit eine der größten Organisationen seiner Art.

Jedes Jahr am 22. April gibt es also weltweit verschiedene Events, die zur Sensibilisierung für Umweltthemen, zur Verbreitung von Informationen und als Aufruf zu Taten dienen sollen. Dabei stehen die verschiedenen Jahre jeweils unter einem Motto, dieses Jahr zum Beispiel geht es um Bäume. Das Ziel ist, gemeinsam 7,8 Milliarden Bäume zu pflanzen – für jeden Erdbewohner einen.

Was hat Bäume pflanzen aber mit der Umwelt zu tun? Gibt es nicht genug Wälder? Die Antwort ist eigentlich klar: Nein, gibt es nicht. Der Grund, warum Bäume so nützlich sind, hat den netten Namen Photosynthese. Das ist ein chemischer Prozess, der in jedem grünen Teil von Pflanzen stattfindet und dafür sorgt, dass (vereinfacht gesagt) Wasser (H2O), Kohlenstoffdioxid (CO2) und Licht in der Pflanze zu Glucose (C6H12O6) und Sauerstoff (O2) reagieren. Die entstandene Glucose bleibt in der Pflanze, der Sauerstoff wird an die Umwelt abgeben, wo wir ihn zum Beispiel zum Atmen verwenden.

Im Großen und Ganzen bedeutet das also, dass wir Pflanzen zum Atmen brauchen, wenn wir keine künstliche Möglichkeit finden, Photosynthese im großen Stil zu betreiben. Unter allen Pflanzen sind Bäume dabei die wichtigsten Sauerstoffproduzenten mit der Megafabrik Regenwald, die den größten Teil an CO2 verarbeitet. Damit haben wir auch schon den zweiten Nutzen von Bäumen gefunden: Sie kümmern sich um all das CO2, das wir in die Luft abgeben, ob wir es nun ausatmen oder ob es aus einem Autoauspuff kommt.

Und, was ist jetzt der Tipp der Woche? Richtig, ihr habt es bestimmt schon erraten: Pflanzt einen Baum! (oder zwei, oder drei…) Ein Baum trägt aktiv zum Klimaschutz bei, verschönert die Umgebung und (je nach Baum) produziert leckere Dinge wie Äpfel oder Kirschen.

Die meisten Bäume kann man von Oktober bis März pflanzen, sofern der Boden nicht gefroren ist. Handelt es sich um Gehölze mit Erdballen um den Wurzeln kann man sich noch ein bisschen Zeit lassen und bis Anfang Mai pflanzen, da die feinen Wurzeln noch da sind und die Pflanze mit Wasser versorgen. Also, ab in die nächste Baumschule und einen Baum holen!  Alternativ kann man natürlich auch selber einen Baum ziehen, aus Samen von gegessenem Obst. Dauert halt länger.

Schlau machen sollte man sich unbedingt über die klimatischen Bedingungen des gewünschten Baumes. So wird zum Beispiel ein Orangenbäumchen in einem Garten im kalten Deutschland eher nicht überleben. (Selbe Überlegung sollte man sich machen, wenn man mit Samen von im Supermarkt gekauften Äpfeln einen Baum ziehen möchte – da sollte die Sorte dann schon zur Region passen.). Bei manchen Pflanzen, zum Beispiel Äpfeln, haben die Samen eine sogenannte Keimsperre, die verhindert, dass der Same vor dem Winter keimt, was zum Tod der Pflanze führen würde. Um diese Sperre zu umgehen muss man den Samen einfach nur für ein, zwei Wochen in den Kühlschrank legen und dabei gut feucht halten – fertig. Schon hat man die Natur ausgetrickst und man sollte bald ein schönes kleines Bäumchen erhalten, dem man die nächsten Jahre beim Wachsen zuschauen kann.

So, das wars erstmal von mir zum Thema Bäume pflanzen. Wer mehr wissen will schaut am Besten hierhier oder hier.

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