Mach’s anders-Montag #16

Veränderung beginnt bei den kleinen Dingen sagt man ja und das stimmt auch. Das heißt aber nicht unbedingt, dass man sich zwangsläufig auf sich selbst begrenzen muss. Im Gegenteil: Freiwilliges Engagement in der Nachbarschaft oder der Gemeinde leistet oft einen sehr persönlichen Beitrag, um das direkte Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.

Mein Tipp von heute, den ich auch nach Beendigung meines Freiwilligen Jahres zurück in Deutschland beherzigen will, ist, aktiv zu werden! Engagiert euch in einem Verein, einer sozialen Einrichtung, stellt selbst ein Projekt auf die Beine… Aber macht etwas!

Indem man sich ehrenamtlich engagiert kann man seine persönlichen Vorstellungen mit in die Gesellschaft mit einbringen und an den Themen arbeiten, die einem wichtig sind, ob das jetzt Umweltschutz, Bildung oder Menschenrechte sind. Wenn man so will ist Ehrenamt auch ein Stück Demokratie, ein eigener Beitrag zur Gestaltung der Gesellschaftsstrukturen, der weit über die Zahlung von Steuergeldern hinausgeht.

Ohne Freiwillige gäbe es viele Vereine und gemeinnützige Organisationen wahrscheinlich gar nicht – oder sie hätten größere Mühen ihre täglichen Arbeiten auszuführen. Trotzdem ist die Aufgabe eines Ehrenamtlichen nicht die, Fachkräfte zu ersetzen und dem Staat alle Arbeit abzunehmen. Das ist nicht der Sinn! Der liegt mehr darin, dem Staat Lücken aufzuzeigen, ihm zu sagen wo wir, als Bürger, Bedarf an Fachkräften sehen. So waren in der Vergangenheit Jugendarbeit oder Drogenbekämpfung Bereiche, die hauptsächlich von Ehrenamtlichen abgedeckt und erst nach und nach institutionalisiert wurden.

Ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr macht auch Sinn, um nach der Schule ein Jahr zu gewinnen, indem man sowohl freiwillige Arbeit leisten, als auch viel über sich selbst und seinen Berufswunsch lernen kann. Letzteres ist mir zum Beispiel passiert. War ich mir vorher über die Wahl meines Studienfachs noch unsicher, so bin ich jetzt davon überzeugt, dass es eine gute Idee ist und die Chancen gut stehen, dass es das Richtige für mich ist.

Egal ob ein ganzes Jahr, einmal die Woche oder eben nur die kleinen Dinge zwischendurch (wie der Oma über die Straße helfen): All diese Aktionen helfen dabei, unser akutes Lebensumfeld ein bisschen besser zu machen und davon profitieren wir doch auch selbst, oder nicht? Also werdet aktiv, immer getreu dem Motto:

Just do it!

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2 Antworten zu Mach’s anders-Montag #16

  1. Hallo!

    Kann ich nur bestätigen, meine Tochter hat auch ein freiwilliges Sozialjahr gemacht nach der Schule und hat dadurch ihre Berufung gefunden und ist richtig glücklich damit.

    Sie konnte dort weiter arbeiten und macht eine berufsbegleitende Ausbildung.

    Wirklich eine tolle Sache!

    lg
    Maria

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