Mach`s anders-Montag #14

Inspiriert von einem Artikel der taz über das Comeback von Tante Emma-Läden aufs Land möchte ich heute über genau das schreiben: Was Tante Emma-Läden mit Umweltschutz zu tun haben.

So wie in dem Bild mag das vor ein paar Jahrzehnten noch in fast jedem Dorf ausgesehen haben – allerdings hat sich seit den 70er Jahren die Zahl der Lebensmittelgeschäfte in Deutschland um rund ein Viertel reduziert. Das hat primär erst mal Auswirkungen auf die Struktur unserer Bevölkerung. Vor allem ältere Leute oder Menschen mit Behinderung haben so ein Problem an die Waren des täglichen Bedarfs zu kommen, weil das nächste Geschäft immer weiter weg ist. Mit dem Schwund der kleinen Geschäfte geht dann sozusagen „alles den Bach runter“. Nach dem Tante Emma-Laden schließt die Post, dann die Bank…und dann haben wir eine neue Geisterstadt, wo keiner mehr hinziehen möchte.

Dorfläden sind außerdem ein Marktplatz für regionale Produkte: das Brot vom Bäcker, das Gemüse vom Bauern… Waren die es so im Supermarkt nicht mehr zu kaufen gibt.

Regional einkaufen bedeutet Umwelt schützen! Der größte Vorteil sind selbstverständlich die geringeren Strecken, die die Waren zurücklegen. Dadurch werden weniger Abgase in die Luft ausgestoßen, als wenn die Äpfel zum Beispiel aus Neuseeland hergeflogen werden. Zum anderen sind die Produkte frischer, einfach weil sie länger reifen können und zum bestmöglichen Zeitpunkt geerntet werden können – und nicht schon eine Woche früher.

Weiterhin unterstützt du somit die regionale Wirtschaft, was letztlich uns allen zugute kommt. Arbeitsplätze in der Region schaffen, dem Trend des „Outsourcings“ entgegenwirken…auch das sollten Ziele unseres täglichen Handelns sein.

Wenn regional dann auch noch bio ist, hast du automatisch das beste Essen, was du dir wünschen kannst. Du ernährst dich gesund, schadstoffarm, saisonal und umweltfreundlich. Durch das Wegfallen von Großhändlern kannst du dir sicher sein, dass ein fairer Teil des Preises auch beim erzeugen ankommt. Was will man mehr?

Automatisch setzt du dadurch auch einen Gegentrend zu der Machtausweitung der großen Supermarktketten, die mit ihren Discountpreisen immer billigere Lebensmittel verkaufen auf Kosten der Erzeuger oder der Qualität.

Wenn wieder mehr Leute im Einzelhandel einkaufen kommt auch wieder Leben in die Orte, wo es dann mehr soziale Treffpunkte gibt als nur den Friedhof, wie in dem Artikel so schön gesagt wird. Und regional einkaufen ist schonmal der erste Schritt zur sogenannten regionalen Autarkie, ein Thema, das in diesem Artikel angeschnitten wird.

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