Mach’s anders Montag #7

Für alle die sich gefragt haben wo ich geblieben bin: Nein, ich bin nicht in Iguazú ins Wasser gefallen 🙂 Demnächst werde ich noch einen Artikel über meinen Urlaub schreiben, aber heute geht es um etwas, das ich dort zur Genüge gesehen habe: Wasser.

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Wassersparen bei uns in Deutschland ist wohl völlig normal, im Gegensatz zu hier in Argentinien, wo viele beim Spülen und Zähne putzen das Wasser laufen lassen.  Aber warum sparen wir eigentlich Wasser, habe ich mich gefragt und hatte erstmal keine Antwort außer „Ja, ist halt wichtig und gut für die Umwelt.“. Also habe ich mich erstmal hingesetzt, ein paar Argumente zu suchen und bin tatsächlich fündig geworden.

Süßwasser ist eine knappe natürliche Ressource, nur ca 2,5% des Wasservorrats auf der Erde sind süß, der Rest ist versalzt, also nicht trinkbar und auch nicht zur Bewässerung von Pflanzen nutzbar. Salzwasser zu entsalzen ist immer noch sehr teuer und mit großem Aufwand verbunden und deshalb in vielen Ländern der Erde schlichtweg nicht durchführbar. Aber trotzdem…wir haben doch genügend in Deutschland, oder? Wasser für alle und so?

Ja, schon. Aber jeder Liter Wasser, der aus dem Wasserhahn kommt, beeinflusst den Grundwasserspiegel und ist somit nicht mehr verfügbar für zum Beispiel Pflanzen und entfernt zudem Mineralien aus dem Untergrund. Jede Wasserentnahme, ob aus dem Untergrund oder aus Oberflächengewässern, stellt einen Eingriff ins Ökosystem dar. Zudem gelangen mit dem Abwasser trotz Reinigung vielerlei Fremd- und Giftstoffe in die Gewässer.

Ganz besonders interessant bei meinen Nachforschungen fand ich einen Artikel der Zeit, in dem über die zunehmende Versalzung des Süßwassers berichtet wird. Durch Staudämme und erhöhte Wasserentnahme wird die natürliche Barriere zwischen Salz- und Süßwasser gestört und immer mehr Salz gelangt in das kostbare Süßwasser. Vor allem in Entwicklungsländern, aber auch hier bei uns, wird dies zu einem Problem, denn Salzwasser kann man nunmal nicht trinken.

Was also kann man tun?

Zuerst einmal überlegen, wie man direkt Wasser sparen kann:

  • Kurz duschen statt baden
  • Wasserhahn zudrehen wann immer möglich
  • Wasch- und Spülmaschine nur anschalten, wenn sie wirklich voll sind
  • den Garten nicht mit Leitungs-, sondern mit Regenwasser gießen

Aber es ist nicht nur der Wasserverbrauch direkt im Haushalt, der ein Problem darstellt, sondern auch das „graue Wasser“, das zum Beispiel bei der Produktion von Konsumartikeln oder Lebensmitteln anfällt und für den Endverbraucher unsichtbar ist. Es lohnt sich also, hier mal nachzulesen, wie viel Wasser hinter der Produktion eines T-Shirts oder einer Tasse Kaffee stecken.

Weitere nützliche Informationen findet ihr hier:

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Eine Antwort zu Mach’s anders Montag #7

  1. Ich habe mich mit dem Thema auch vor einiger Zeit beschäftigt und war schockiert, dass der größte Anteil am Wasserverbrauch das „graue Wasser“ ist. Zur Produktion von Dingen werden Unmengen von Wasser verbraucht, das kann man sich gar nicht vorstellen.

    lg
    Maria

    Gefällt 1 Person

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